Grußwort von Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, zum Kongress Pflege 2020

© Dominik Butzmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

25 Jahre Kongress Pflege – zu diesem Jubiläum gratuliere ich herzlich. 25 Jahre sind eine lange und zugleich kurze Zeit angesichts der riesigen Herausforderungen, vor die uns die Jahrhundertaufgabe Pflege stellt. Für mich steht fest: wie wir mit dem Thema Pflege umgehen, wird darüber entscheiden, wie menschlich unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert bleibt. Im Mittelpunkt müssen die Pflegebedürftigen stehen, die unsere Solidarität und Unterstützung benötigen.

Genauso aber müssen wir auch den Blick auf die Pflegekräfte richten. Unsere Pflegerinnen und Pfleger arbeiten hart, schultern ein hohes Maß an Verantwortung und erbringen tagtäglich einen ganz besonderen Dienst am Menschen. Es ist eine Frage von Respekt und Würde, dass sie anständig entlohnt werden. Mit dem Gesetz für bessere Löhne in der Pflege haben wir dafür entscheidende Weichen gestellt. Auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes kommen zwei Wege in Frage, um zu besseren Pflegelöhnen zu gelangen: branchenweit erstreckte Tarifverträge oder höhere Pflegemindestlöhne durch Rechtsverordnung, die auf Empfehlungen der Pflegekommission fußen. Ich bin überzeugt: wir werden zu einer guten Lösung gelangen. Auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Pflege ist eine bessere Bezahlung von Pflegekräften eine unverzichtbare Zukunftsinvestition.

Im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen vereinbart, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Diese Maßnahmen setzen wir nun entschlossen um, in engem Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren der Pflegebranche. Um Austausch und Dialog geht es auch beim Kongress Pflege 2020. Ich wünsche der Veranstaltung ein gutes Gelingen!

Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales