Grußwort von Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, zum Kongress Pflege 2019

 © Susi Knoll

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pflegende tragen eine große Verantwortung für die Menschen, die ihnen anvertraut sind. Der Dienst am Menschen ist ein Dienst an unserer Gesellschaft und verdient nicht nur mehr Wertschätzung, sondern auch bessere und attraktivere Rahmenbedingungen. Deshalb haben Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und ich im vergangenen Sommer zusammen die Konzertierte Aktion Pflege gestartet. Daran beteiligen sich auch die relevanten Akteure in der Pflege, denn die Herausforderungen in der Pflege können wir nur mit vereinten Kräften angehen und lösen.

Wir wollen die Arbeitsbedingungen und den Arbeitsalltag von Pflegekräften spürbar verbessern, die Pflegekräfte entlasten und die Aus- und Weiterbildung in der Pflege stärken. Als Bundesminister für Arbeit und Soziales werde ich mich vor allem darum kümmern, wie unter Wahrung der Tarifautonomie und des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts eine angemessene Entlohnung in der Pflege gesichert werden kann. Das ist eine wichtige Frage im Blick auf die Fachkräftesicherung. Um den Beruf so attraktiv zu machen, dass junge Menschen sich gerne für eine Tätigkeit in der Pflege entscheiden, werden wir außerdem die Aus- und Weiterbildung besser fördern. Fachkräften aus dem Ausland wollen wir zudem mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz bessere Möglichkeiten bieten, in Deutschland zu arbeiten.

Auch Sie werden sich beim Kongress Pflege 2019 mit wichtigen Zukunftsfragen wie der Digitalisierung in der Alten- und Krankenpflege beschäftigen. Ich wünsche Ihnen dabei einen lebhaften Erfahrungsaustausch und viele gute Anregungen für Ihre tägliche, wichtige Arbeit.

Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales